Die Welt der Schatzsuche: Exklusivberichte - Schatzfunde - Insidertipps
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Das Schatzsucher Magazin - Exklusive Geschichten über Schatzfunde in Deutschland und der ganzen Welt

Der goldene Taunus – Sensationeller Goldmünzenfund

Hier stellen wir Ihnen eine aus sehr vielen Exklusiv-Schatzsucher-Sories im DSM vor. Meist lange bevor Sie diese tollen Geschichten anderswo lesen können, haben wir sie bei uns im DSM.


Erlebnisbericht eines Neueinsteigers.

Exklusiv im DSM 3


DSM 3
 

Als ich vor ca. 6 Wochen meinen Sondengängerlehrgang bei der IG Phoenix mitmachte, ahnte ich noch nicht, was mir nun passieren würde.

Mein Freund Olaf, der mich überhaupt erst zum Sondengehen gebracht hat, rief an. Er fragte, ob ich Lust hätte, mit ihm und Klaus im schönen Taunus nach WK II zu suchen. Er meinte, man solle die letzten frostfreien Tage nutzen um unserem Hobby zu frönen. Also holte ich am Morgen des 14.12. 2003 Klaus ab und wir fuhren dann zu Olaf.

Dieser hatte schon kräftig Karten studiert und einige gute Plätze ausgesucht. Er hatte durch Wehrmachtskarten in Erfahrung gebracht, dass die 6.SS Gebirgsjägerdivision sich auf einen Berg im Taunus kurz vor Kriegsende zurückgezogen hatte. Dort wollten wir hin !! Nach einer wärmenden Tasse Kaffee machten wir uns auf in den Nieselregen. Am Ziel angekommen warfen wir uns erst einmal in unsere Sucherklamotten und stellten unsere Sonden ein. Mittlerweile regnete es stärker. Erst wollten wir ja abbrechen, sagten uns dann jedoch "Jetzt erst recht, heute machen wir einen Riesenfund und der wird brüderlich geteilt!" Darauf gaben wir uns die Hand wünschten uns :"Gut Fund!". Und los ging es !

taunus.jpg (52982 Byte)
Ein sehr erfolgreicher
Suchtag

Hätte ich geahnt was jetzt auf mich zukommt, dann wäre ich doch lieber zu Hause geblieben – Scheißwetter, die anderen zwei rasten durch den Wald, kraxelten Steilhänge rauf und ich stolperte nur hinterher !

Das erste Sondensignal förderte einen Granatsplitter zu Tage, das 2. – 10. ebenfalls! Jetzt hatte ich die Faxen dick ! Nun endlich meine 1. Patronenhülse und 5 m weiter 1 Pfennig von 1935. Jetzt muss ich auch noch einen ausgeben!

Zwischenzeitlich sind noch zwei weitere Sucher zu uns gestoßen, denen wir per Handy den Weg beschrieben haben.

Die Sonde kam aus dem Piepen nun nicht mehr raus – eine Patronenhülse nach der anderen. Die Hosentaschen hingen schon am Boden, die Füße wurden immer schwerer, kein Superfund und die Laune sank! Olaf kam nun mit einem eigentümlichen Gegenstand an und wir rätselten was das wohl sein mag ?? (Einen Tag später fanden wir heraus, dass es sich um einen Hülsenzieher eines MG 42 handelte, welcher zum Ziehen verkanteter Hülsen aus dem MG-Lauf benutzt wurde). Freund Klaus war auch nicht besser dran und fand nur Granatsplitter und MG-Hülsen. Wie gesagt, alles in allem ein Scheißtag!

Nun kommt’s : Meine Sonde schlug aus wie noch nie – ich rief Olaf und Klaus zu "hier ist was tolles !". Olaf überprüfte die Stelle mit seiner Sonde Fisher CZ 7 – "Edelmetall, graben !!!" Nach ca. 5 cm vorsichtigem Graben kam es dann ans Tageslicht - Wow, welch ein Fund – eine Pistolen-Musketenkugel !!! Also wieder nichts Besonderes! Sch....

Wir krabbelten nun weiter den Berg rauf. Endlich oben angekommen schlug meine Sonde erneut aus. Ich buddelte vorsichtig, als Klaus zu mir kam. Er hielt mir seinen Fund unter die Nase und mir verschlug es zunächst die Sprache – ich wischte mir über die Augen und sah noch mal hin, der Anblick blieb derselbe – 2 Goldmünzen !!! Als ich endlich meine Sprache wieder fand, sagte ich "Mensch Klaus, such da weiter !" was er dann auch tat. Jetzt war mir mein Fund egal, mich zog es zu Klaus und dem, was er dem Waldboden entlockte.

Neben ihm angekommen, hatte er schon weitere Münzen ausgegraben. Als Olaf in Hörweite war, lief ich zu ihm und erzählte, dass Klaus Goldmünzen gefunden habe. Der lachte nur und wollte weiter. Bis er mir endlich Glauben schenkte, dauerte es eine Weile. Während dieser Zeit hatte Klaus den Goldschatz geborgen und auf einen Baumstamm gelegt. Nun standen wir alle ehrfürchtig um diesen Baumstamm herum und staunten nicht schlecht. Klaus fotografierte seinen Fund und hielt die Koordinaten über sein GPS fest. In unmittelbarer Nähe befand sich ein Weg. Unserer Phantasie waren nun keine Grenzen gesetzt und wir spekulierten, wie diese Münzen wohl hierher gekommen sind und welches Schicksal wohl dahinter steht.

Nach dem ersten Schock suchten wir nun in der Hoffnung auf weitere Münzen die Umgebung noch ca. 1 Stunde lang gründlich ab. Nichts mehr! Wir beschlossen nun aufzugeben und zu fahren. Auf dem Weg zurück zum Auto fand Olaf noch 1 Pfennig von 1934, der ihm nun allerdings ziemlich Wurst war !

Jetzt fuhren wir 3 (Olaf, Klaus und ich) zu Olaf nach Hause, wo wir sofort anfingen die Münzen mit lauwarmem Wasser zu reinigen. Zum Vorschein kamen 4 größere und 11 kleinere Goldmünzen. Auf einigen konnte man die Jahreszahl 1655 und 1656 und einen Ritter erkennen. Eine, die uns besonders auffiel, war mit arabischen Schriftzeichen bedeckt.

gomue.jpg (18476 Byte)
15 Goldmünzen in bester Erhaltung

Wir beschlossen einstimmig, diesen Fund dem Landesamt für Denkmalpflege (LfDH) in Wiesbaden ordnungsgemäß zu melden. Nun verabschiedeten wir uns von Olaf und fuhren heim.

Walter und Jürgen rieten uns, den Fund direkt bei Herrn Prof. Klüßendorf in Marburg, dem hessischen Landesnumismatiker, abzugeben. Daraufhin vereinbarte meine Lebensgefährtin telefonisch dort einen Termin für den darauf folgenden Donnerstag. Dieser wurde aber leider von Herrn Dr. Klüßendorf wegen Krankheit wieder abgesagt. Er verwies uns jedoch an Herrn Dr. Recker. Da wir unseren sensationellen Fund in sicheren Händen wissen wollten, wandten wir uns nun an Herrn Dr. Recker beim LfDH in Wiesbaden, den für den Hochtaunuskreis zuständigen Bezirksarchäologen. Dieser bat uns am 23.12. zu sich.

Also begaben Klaus und ich uns an besagtem Tage ins Biebricher Schloß. Überraschenderweise, wohl zu unserer Unterstützung, fand sich auch Walter dort ein. Nun wurde alles höchst offiziell. In Gegenwart von Dr. Recker und Dr. Thörle wurden nun die 15 Goldmünzen ausgehändigt. Ein ausführliches Übergabeprotokoll wurde erstellt, welches von allen Anwesenden unterzeichnet wurde.

Mal sehen wie lange die Auswertung dauert. Fortsetzung folgt .......

Was Besseres kann einem Anfänger wohl nicht passieren, als bei einem so sensationellen Fund dabei gewesen zu sein. Das spornt an!

 

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